Liebe Wolfsburgerinnen und Wolfsburger,
ich möchte Ihnen gerne hier mein 5 Punkte Programm für die nächsten 5 Jahre als Oberbürgermeisterin vorstellen

Larissa Wülker

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"Zero Jobless"            Null Arbeitslosigkeit in Wolfsburg 
als Pilotprojekt

Erklärung

Es gibt immer Arbeit, nur diese Arbeit ist ungerecht verteilt.

Die einen machen Überstunden, bezahlt oder unbezahlt, 

müssen als Selbstständige oft zwölf oder mehr Stunden am Tag schuften oder wissen nicht wo ihnen der Kopf steht. Ihnen fehlt die Zeit für die kleinen, aber wichtigen Sachen, die normalerweise in der Freizeit getätigt werden. Sei es, den Rasen zu vertikutieren oder zu mähen, die Einfahrt oder Straße zu fegen, Einzukaufen oder die Kinder von der Schule abzuholen oder zum Sport zu fahren, Zimmerdecken zu streichen, Putzen, tapezieren.. Natürlich können das noch tausend verschiedene andere Dinge sein, die man hier auflisten könnte.

Die anderen finden trotz Qualifikation einfach keinen gut bezahlten Job mehr, sei es, weil sie für zu alt gehalten werden oder weil sie wegen der fortschreitenden Digitalisierung nicht mehr in das Berufsbild passen. Sie müssen entweder prekäre Beschäftigungen akzeptieren und gleich mehrere Jobs annehmen, ohne Aussicht auf eine vernünftige zukünftige Rente, für einen Hungerlohn bei Zeitarbeitsfirmen schuften oder sie machen es sich bequem mit Harz 4 und finden sich mit dem Existenzminimum ab, beziehen ihre Lebensmittel über die Tafel und fühlen sich wertlos und überflüssig.

Altersarmut ist vorprogrammiert, die Renten müssen oft von der Stadt aufgestockt werden und weitere Kosten fallen für die Stadt für Wohnung und Nebenkosten an.

Das Pilotprojekt „Zero Jobless“ bringt diese beiden Gruppen zusammen.


 

Menschen mit gut bezahlter Arbeit zahlen einen kleinen Teil ihres Lohnes, z.B. in Höhe der Kirchensteuer oder 3 % des Gehaltes in einen Fond ein und kaufen sich hierdurch Arbeitszeit der Menschen, die keine Arbeit haben oder ansonsten prekär beschäftigt sind. 

Aus diesem Fond heraus werden die Menschen der Gruppe 2 heraus voll beschäftigt, sozialversichert und gut bezahlt. Sie beziehen monatlich ein Gehalt von ca. 2000 Euro und sind in der Lage sich selber gut zu versorgen und für das Alter vorzusorgen. 

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Unsere Senioren 

Sie haben sich aufgeopfert, für die Arbeit und für die Kinder, einige noch Lebende haben dieses Land wieder mit aufgebaut nach der großen Katastrophe des zweiten Weltkrieges. Wie wird es ihnen gedankt in Wolfsburg? Manchen überhaupt nicht !

Betrachtet man die Vorfälle im Frühjahr 2020 (Im Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg starben 47 Corona-Infizierte) ist das Wort Skandal noch zu klein um diese zu beschreiben.

Man sagt auch, „Undank ist der Welten Lohn“, aber muss das wirklich so sein ?

Ich will das ändern !

Ich will, dass unsere Ruheständler ihren wohlverdienten Ruhestand auch genießen können und ich will dass wir, die Stadt Wolfsburg die Perspektiven und Möglichkeiten hierfür schaffen. 

Um welche Perspektiven könnte es sich hierbei handeln ?

Freude auf den nächsten Tag, die nächsten Wochen, Monate und Jahre durch Aufgaben, Termine die Freude machen und Körper und Geist stärken. Das können Städtetrips, Ausflüge an schöne Plätze und Urlaubsreisen sein. 

 

 

Das können feste Begegnungsstätten in allen Ortsteilen sein in welchen spezielle Programme für körperliche und geistige Betätigung angeboten werden. Wer rastet der rostet ! Wichtig ist die Ausgeglichenheit zwischen Ruhephasen und Aktivität, um der Langeweile im Alter zu entgehen 

Die Stadt Wolfsburg wird unter meiner OberbürgermeisterInnen-tätigkeit ein neues Ressort etablieren welches lediglich die Aufgabe hat sich um das Wohl und die Belange der Senioren zu kümmern. 

Dazu gehört ein wöchentlich angebotener Unterricht in welchem die geistigen Fähigkeiten gefördert und erhalten werden sollen. 

Hierzu zählen die folgenden sieben Punkte, die den Senioren vermittelt werden sollten:

Teilen Sie Ihr Wissen mit anderen. ... 

Genießen Sie es, sich neu zu entdecken! ... 

Lernen Sie etwas Neues. ... 

Führen Sie einen Kalender. 

Gönnen Sie sich etwas! ... 

Stellen Sie sich immer neuen Herausforderungen

Blicken Sie zurück, um nach vorne zu schauen

Wöchentliche Musikteilnahmeangebote, z.B. eine Feenharfengruppen oder Percussion Workshops. Spieleabende und Bastelangebote. Förderung kreativ und künstlerisch tätig zu werden. Gymnastikgruppen oder andere sportliche Angebote zum Erhalt der Koordinationsfähigkeiten. 

Gemeinsame (bei Bedürftigen kostenlose) Besuche von Musik oder Theater. 

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Ich-weiss-nicht-mal-wie-er-starb-Corona-im-Pflegeheim,pflegeheim292.html

„point of no return“

Foto = Link zur Mediathek

Förderung Individueller Hobbys für Senioren wie Kreativkurse von Stricken und Häkeln über Zeichnen bis zur Fotografie. Handarbeit und Malkurse erfordern Geschick und Fingerfertigkeit, die verhindern, dass die Gelenkigkeit mit zunehmendem Alter abnimmt. 

Bereitstellung der entsprechenden Infrastruktur für die Mobilität. 

Wer einmal an der VFL Fußballakademie am Berliner Ring vorbeigefahren ist und die dort in Bereitschaft stehenden 20 nagelneuen, identischen weißen VW Busse gesehen hat, weiß was problemlos in dieser Autostadt möglich ist.

Der Kreativität des Mitarbeiterstabes des neu geschaffenen Ressortes bei der Stadt werden keine Grenzen gesetzt.

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Kostenloser öffentlicher Personen-nahverkehr für alle Wolfsburger

Wolfsburg ist eine Autostadt mit breiten Straßen viel Platz für Autos. An Parkplätzen, insbesondere an kostenlosen Parkplätzen mangelt es jedoch. Es gibt im Zentrum einige Tiefgaragen und Parkhäuser. Diese werden aus verschiedenen Gründen jedoch ungern frequentiert. Alternativen, wie gut ausgebaute Radwege oder ein guter und preisgünstiger ÖPNV fehlen jedoch.

Ich möchte nicht nur beides, ich möchte mehr!

Ich fordere für Wolfsburg einen kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr

Ich fordere für Wolfsburg die Anschaffung oder Umrüstung aller Verkehrsmittel auf Strom, Wasserstoff oder Gasantrieb. 

Das gilt sowohl für die Busflotte der WVG als auch der Busflotten von Subunternehmern und der stadteigenen Fahrzeuge.

Finanziert werden kann diese Umstellung über das Klimapaket der Bundesregierung. 

Im Zusammenhang mit dem sogenannten Klimapaket hat die Bundesregierung verschiedene Förderprogramme für Bus, Bahn (ÖPNV = öffentlicher Personennahverkehr) und städtischen Lieferverkehr angekündigt bzw. aufgestockt. 

Das ein kostenloser ÖPNV funktioniert, hat bereits Luxemburg als Land und Monheim als deutsche Stadt vorgemacht. Der Rat der Stadt Monheim am Rhein fasste am 10. Juli 2019 den Beschluss, den Nahverkehr für Einwohner der Stadt Monheim am Rhein im Tarifgebiet Monheim am Rhein/Langenfeld ab dem 1. April 2020 kostenlos anzubieten.

 

Monheim und Langenfeld zusammen entsprechen in der Einwohnerzahl in etwa der von Wolfsburg. Daher können die hierdurch entstehenden Kosten und Einnahmeausfälle in etwa verglichen werden.

Der Aufwand für auszugleichende Fahrgeldeinnahmen sowie für die mit der Einführung unmittelbar verbundenen Maßnahmen wird in den nächsten drei Kalenderjahren 2022 bis 2025 voraussichtlich bei vier Millionen Euro pro Jahr liegen. Es würden sich damit abzüglich der Minderaufwendungen bei den bisherigen Schülerbeförderungskosten von 0,9 Millionen Euro pro Jahr Aufwendungen für die Einführung des kostenlosen Nahverkehrs von durchschnittlich 3,5 Millionen Euro pro Jahr ergeben. 

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Mehr für unsere Kinder

Kinder sind die Zukunft. Doch viel zu oft hängen ihre Perspektiven von dem Elternhaus und ihrer Herkunft ab. 

Alle Kinder und Jugendlichen haben ein Recht auf Teilhabe am sozialen, kulturellen und künstlerischen Leben 

Beste Bildung unabhängig vom Hintergrund

Aufwachsen in Armut begrenzt, beschämt und bestimmt das Leben von Kindern und Jugendlichen – heute und mit Blick auf ihre Zukunft. Das hat auch für die Gesellschaft erhebliche negative Folgen. Die Heimatstadt als solidarische Gemeinschaft sollte die Aufgabe haben die Folgen von Armut abzufedern und auszugleichen, in ihrem ureigensten Interesse.

Daher fordere ich:

Mehr tun für Kinder einkommensschwache Familien

1. Kostenloses Frühstück und Mittagessen in allen Kindergärten und Schulen 

2. Kostenlose Mitgliedschaft in allen Sportvereinen

3. Kostenlose Plätze in den Kindergärten

4. Kostenloser Eintritt in öffentliche Schwimmbäder

5. Kostenlose Nachhilfe in eigens einzurichtenden Einrichtungen

6. Wöchentliches Taschengeld für bedürftige Kinder

7. Einen kostenlosen eigenen Zugang zum Internet (Tablet oder Notebook)

8. Alle drei Monate einen Einkaufsgutschein für Bekleidung

9. Übernahme der Kosten für Klassenfahrten und Schulaustausch

10. Übernahme der Kosten für einen Urlaub in einem Kinderferienlager im Sommer

Laut einer Erhebung der Bertelsmann Stiftung aus Juni 2020 

Erhalten über 20 % der Kinder aus einkommensschwachen Familien kein Taschengeld

Haben 24 % der Kinder aus einkommensschwachen Familien keinen Computer

Laden 28 % der Kinder aus einkommensschwachen Familien keine Freunde nach Hause ein weil sie sich schämen

Können 67 % der einkommensschwachen Familien nicht in Urlaub fahren

Können 24 % der Kinder aus einkommens-schwachen Familien keine Bekleidung kaufen

Unabhängig von der Einkommenssituation gibt es in Wolfsburg großen Investitionsbedarf in die Schulen und Kindergärten, um den Kindern und Jugendlichen den Aufenthalt dort sicher und angenehm zu machen. Schnellstmöglich sollten Viren-Luftreinigungs-anlagen für einen sichereren Schulbetrieb eingebaut werden und biologisches Reinigungsmaterial z.B. auf Basis von Zitrozidal für die Desinfektion von Tischen und Böden bereit stehen.

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Mehr für Familien – Eigentum fördern - bezahlbaren Wohnraum schaffen

Wohnen in Wolfsburg ist sehr teuer. Grundstücke in und um Wolfsburg sind fast unerschwinglich. Die größte und Stadteigene Wohnungsgesellschaft Neuland kommt ihren sozialen Verpflichtungen nicht nach. Die Stadt Wolfsburg muss dringend gegensteuern, mit erschwinglichen Mietwohnungen und bezahlbaren Eigentumsgrundstücken oder Grundstücken auf Erbpacht. Im Speckgürtel um Wolfsburg herum gibt es ausreichend Fläche die für interessante Neubaugebiete in Frage kommen. 

In der Vergangenheit hat sich Wolfsburg in Sachen Wohnungspolitik bundesweit lächerlich gemacht. Obwohl der Wohnraum knapp ist wurden auf Kosten der Stadt hunderte intakter Wohnungen einfach abgerissen. Dazu schrieb der Stern am 1.02.2019:

Absurde Realität - Wohnungen sind mittlerweile Mangelware. Trotzdem werden mitten in Wolfsburg Hunderte plattgemacht – mit staatlichem Geld

In Deutschland herrscht Wohnungsnot. Trotzdem werden in Wolfsburg 205 Wohnungen abgerissen. Dafür gibt es sogar 3,7 Millionen Euro staatliche Subventionen. Wie ist das möglich?

Über Jahrzehnte hat man die Wohnungen verkommen lassen und sich um Altlasten nicht gekümmert.

Ein Lehrstück über unsere verrückte Wohnungspolitik:

Erst wird gefördert, dann privatisiert, dann zurückgekauft, abgerissen und neu gebaut. Hier der Link zur Stern Reportage:

 

 

 

 

 

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